Pressebericht
| (Quelle: Volksstimme vom 04. März 2010) FDP-Antrag scheitert im Bildungsausschuss 4.03.10 22:07 von: HOLGER THIEL VOLKSSTIMME Der FDP-Antrag, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen zu verbessern (wir berichteten), ist vom Tisch. Mit einer Enthaltung beschloss der Kreis-Bildungsausschuss am Dienstagabend, diesen Antrag nicht an den Kreistag weiter zu empfehlen. Zuvor hatte es eine kontroverse Auseinandersetzung um den von Fraktionschef Lutz Franke eingereichten Beschluss gegeben. Die Debatte war teilweise unter der Gürtellinie. So bezeichnete Norbert Hundt (SPD), den FDP-Fraktionschef als „Guido Westerwelle der Altmark“. Viele Schulleiter seien beleidigt, weil sie längst aktiv seien. So verwies Hundt auf die jährlich bis zu zehn thematischen Veranstaltungen zur Berufsfindung an der Comeniusschule in Salzwedel. Norbert Hundt ist dort Schulleiter. Ausschussvorsitzende Angelika Scholz (Linke) mahnte energisch zur Sachlichkeit. Und am Ende waren es auch sachliche Gründe, die gegen den liberalen Vorstoß sprachen, der auf eine verbesserte Berufsorientierung der Schüler zielte. So verwies Kreis-Schulamtsleiter Ulrich Mußbach auf eine bislang nicht veröffentlichte Untersuchung des Landesverwaltungsamtes zur Berufslenkung und -förderung an den neun Sekundarschulen im Altmarkkreis. „Die Untersuchung hat ergeben, dass alle Sekundarschulen große Anstrengungen unternehmen. Die Studie gibt einen sehr kompletten Überblick.“ Beispielsweise wenden sich bereits jetzt schon Unternehmen ganz gezielt an Schulen, um in Gesprächen mit Schülern und Eltern ihren Firmennachwuchs zu sichern. Mußbach will sich jetzt dafür einsetzen, dass die Studie für die Öffentlichkeit, sprich den Kreistag, freigegeben wird. Ausschussmitglied Uwe Hundt (CDU) wiederum kritisierte die fehlende Differenziertheit in dem FDP-Antrag. Alle Schulen würden über einen Kamm geschert. Aus seiner Sicht hätten die Liberalen im Vorfeld nicht ausreichend recherchiert, denn dann wäre ihnen auch bewusst gewesen, dass der Landrat gar nicht befugt ist, den Schulleitern bezüglich der Berufsorientierung „Anweisungen zu erteilen“. |
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