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Pressebericht

Landtagsabgeordneter Lutz Franke (FDP) besuchte DRK-Kreisverband Salzwedel

Wenig Ärzte in der Region - Zahl der
30.12.09 16:35


von: UTA ELSTE, VOLKSSTIMME





Mit einem kleinem Präsent dankte der FDP-Landtagsabgeordnete Lutz Franke (rechts, mit Angela Reinecke- Fienhold) Stephan Birkholz (von links) und Marcel Krüger stellvertretend für die Arbeit aller Rettungsassistenten.

(Qelle: Volksstimme vom 30.12.2009)
Von Uta Elste
Salzwedel. Eigentlich könnte Angela Reinecke-Fienhold dem neuen Jahr relativ beruhigt entgegensehen. Der Kreisverband Salzwedel des Deutschen Roten Kreuzes schreibt schwarze Zahlen und kann sich für seine umfangreichen Aufgaben auf zahlreiche ehrenamtliche Helfer stützen. Allerdings fehlen dem Kreisverband
examinierte Fachkräfte, vor allem in der Alten-
pflege, informierte die Vorstandsvorsitzende des
Kreisverbandes gestern während des Besuches des FDPLandtagsabgeordneten Lutz Franke. Inzwischen bilde der Kreisverband auch selbst die
benötigten Fachkräfte in Form einer berufs-begleitenden Qualifikation aus.

Die anvisierte Reduzierung des Zivildienstes auf sechs Monate werde ebenfalls Auswirkungen auf die Arbeit im DRK- Kreisverband haben, blickte Angela Reinecke-Fienhold voraus. Im Allgemeinen seien fünf bis sechs Zivis beim Kreisverband tätig, die während dieser Zeit auch eine Ausbildung als Rettungshelfer absolvieren. Diese Ausbildung würde allein schon zwei Monate in Anspruch nehmen. „Außerdem sichern die Zivis viele Dinge ab, die den betreuten Menschen sehr wichtig sind, etwa kleine Spaziergänge oder die Übernahme der Hauswoche“, gab Angela Reinecke-Fienhold zu bedenken.
Viele Zivildienstleistende würden nach ihrem Wehrersatzdienst dem Rettungswesen beruflich treu bleiben, berichtete sie weiter. Die Rettungs-wachen in Salzwedel und Klötze seien als Lehrrettungswachen anerkannt, sechs Rettungs-
assistenten verfügen inzwischen über die erforderliche Ausbilderberechtigung.
Als problematisch schätzt sie auch die steigende Zahl der Rettungseinsätze ein. Sie sei innerhalb eines Jahres um 350 gestiegen, bilanziert die Vorstandsvorsitzende. Darin spiegele sich die sinkende Zahl der Ärzte in der Region wieder.
Der Kreisverband beschäftigt 60 hauptamtliche Mitarbeiter, so Angela Reinecke-Fienhold weiter, darunter fünf Auszubildende im Bereich Verwaltung und der Sozialstationen.
In den Sozialstationen seien 15 Mitarbeiter beschäftigt. Schwindende Berührungsängste
Viele hauptamtliche Mitarbeiter leisten beim DRK auch ehrenamtliche Arbeit, verweist Angela Reinecke-Fienhold stolz. Das sei sicher ein Grund,
warum die Berührungsängste zwischen Haupt- und Ehrenamt in den vergangenen Jahren
verschwunden seien. In gewisser Weise trage dazu auch die Vorbildwirkung des Vorstandes bei: Angela Reinecke-Fienhold arbeitet ehrenamtlich im Kriseninterventionsteam
mit, ihre beiden Stellvertreter Simone Müller
im Kreisauskunftsbüro sowie Ingo Winkler samt Hund Arko in der Rettungshundestaffel.
Insgesamt engagieren sich 150 Männer, Frauen und Jugendliche ehrenamtlich beim DRK-Kreis-verband. Der Rettungshundestaffel gehören jeweils 14 zwei- und vierbeinige Ehrenamtliche an, der Wasserwacht etwa 50, darunter zwei Kinder- und Jugendgruppen. Die Mitglieder des Jugendrotkreuzes haben ebenfalls zwei Gruppen gebildet. 30 Männer und Frauen stehen als Notfallseelsorger bereit. Neuzugänge absolvierten jetzt ihre Ausbildung in Bernburg. Ebenfalls etwa 30 Mitglieder sichern im Sanitäts- zug zahlreiche Veranstaltungen ab. Inzwischen gebe es auch gemeinsame Weiterbildungen für
dessen Mitglieder und die Rettungsassistenten.
Mittlerweile laufe auch die Ausbildung für das Kreisauskunftsbüro,das im Katastrophenfall
über den Verbleib von verletzten Personen informieren soll. Vier Frauen arbeiten mit dem entsprechenden Computerprogramm und üben auch den manuellen Umgang mit der Suchkartei.
„Ich bin immer wieder dankbar dafür, wieviele bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren“,
freut sich Angela Reinecke-Fienhold. Weitere Interessenten seien natürlich jederzeit will-kommen. Informationen unter (03901) 86 10.




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